Erste Hilfe mitten im Wald – ein etwas anderer Erste-Hilfe-Kurs

Rückblick auf unsere Veranstaltung „Gemeinsam sicher unterwegs – Erste Hilfe im Schönbuch“ am 13.09.2026

Erste Hilfe kennt man vor allem aus dem klassischen Kurs, der bei vielen schon weit in der Vergangenheit liegt. Stabile Seitenlage, Herzdruckmassage, Verbände und natürlich der obligatorische Notruf. Dass Erste Hilfe draußen im Wald allerdings noch einmal ganz andere Herausforderungen mit sich bringt, konnten wir bei einem besonderen Kurs des DRK in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein Waldenbuch erleben.

Geleitet wurde der Kurs von Björn Henzler. Und schnell wurde klar, dass es diesmal nicht darum ging, einfach nur bekannte Erste-Hilfe-Maßnahmen zu wiederholen. Der Kurs war speziell auf Situationen ausgerichtet, die beim Wandern oder bei anderen Aktivitäten in der Natur passieren können.

Nach einer kurzen Einführung ging es deshalb auch direkt raus ins Gelände. Auf einer rund fünf Kilometer langen Wanderung wurden an verschiedenen Stellen unterschiedliche Notfallsituationen nachgestellt. Dabei mussten wir selbst überlegen und ausprobieren, was in der jeweiligen Situation zu tun ist.

Wie versorgt man einen möglichen Bruch, wenn man mitten im Wald steht? Was ist bei einer Schnittverletzung zu beachten? Wie kühlt man mit einfachsten Mitteln, und wie lässt sich eine Brandwunde mit den Mitteln versorgen, die man unterwegs tatsächlich zur Verfügung hat? Vieles davon klingt zunächst einfach, ist unter den Bedingungen im Wald aber plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich.

Ein Thema, das uns besonders beschäftigt hat, war der Notruf. Denn was macht man eigentlich, wenn man im Wald Hilfe braucht und nicht einfach eine Hausnummer oder eine Straße nennen kann? Björn zeigte uns, worauf es bei einem Notruf ankommt und welche Informationen für die Rettungskräfte wichtig sind.

Dabei ging es auch um die Frage, was passiert, wenn das Mobiltelefon keinen Empfang hat. Wir beschäftigten uns damit, wie man seinen Standort möglichst genau beschreiben kann und welche Orientierungspunkte im Wald dabei helfen können. Ein Wegweiser, eine Wegkreuzung, eine Schutzhütte oder ein markanter Geländepunkt können plötzlich sehr wichtig werden.

Gerade diese praktischen Beispiele haben gezeigt, dass Erste Hilfe im Wald nicht erst mit dem Verband beginnt. Man muss zunächst einmal dafür sorgen, dass die Hilfe den Verletzten überhaupt findet.

Was den Kurs zusätzlich besonders gemacht hat, war die Art, wie Björn die Inhalte vermittelt hat. Er hat die Themen nicht einfach theoretisch abgearbeitet, sondern immer wieder mit Beispielen aus der Praxis verbunden. Dabei war seine Begeisterung für das Thema deutlich zu spüren. Das hat sich auch auf uns Teilnehmer übertragen.

Interessant war für uns außerdem, dass dieser Kurs Teil eines neuen Konzepts ist. Björn hat sich im Vorfeld speziell für dieses neues Outdoor-Erste-Hilfe-Konzept ausgebildet. Der Kurs in Waldenbuch war dabei gleichzeitig ein Test für eine ganze Reihe weiterer Module, die künftig angeboten werden sollen.

Unser Eindruck nach diesem Tag war eindeutig: Das Konzept hat Potenzial. Die Kombination aus Wandern, realistischen Übungssituationen, Erster Hilfe und Orientierung hat den Kurs abwechslungsreich und vor allem sehr praxisnah gemacht.

Wir waren uns am Ende jedenfalls schnell einig, dass wir gerne weitermachen möchten. Viele von uns wollen unbedingt auch an den nächsten Veranstaltungen teilnehmen. Gerade weil Björn die Inhalte so anschaulich, locker und mit viel Leidenschaft vermittelt hat, macht es Spaß, sich auch mit Themen auseinanderzusetzen, die man sonst vielleicht eher vor sich herschiebt.

Ein großes Dankeschön geht deshalb an das DRK Waldenbuch und natürlich an Björn für diesen etwas anderen Erste-Hilfe-Kurs.

Für uns steht fest: Das war nicht unser letzter Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs.

Backhaus erwacht zu neuem Leben

Nach vielen Monaten intensiver Arbeiten und einer langen Backpause konnten wir am Osterwochenende endlich wieder einen Backtag im Backhaus durchführen. Zwar backen wir vorerst ausschließlich mit Vereinsmitgliedern, doch die Freude darüber, den Holzofen wieder anzuheizen, war groß. Trotz der langen Unterbrechung konnten wir glücklicherweise feststellen, dass wir das Backen noch nicht verlernt haben. Gemeinsam konnten wir leckere Pizzen, Kartoffelkuchen, Brote und Kuchen verkosten. Zum Krönenden Abschluss haben wir den Abend in gemütlicher Runde mit einen leckeren Schweinebraten und einen Fleischkäse aus dem Holzofen ausklingen lassen.

Auch wenn dieser Backtag ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität war, befinden wir uns weiterhin mitten in der Sanierung. Die umfangreiche Instandsetzung der Holzstruktur war erforderlich, und die Arbeiten am Fachwerk konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Für die anstehenden Verputz- und Malerarbeiten an der Fassade warten die Handwerker nun auf geeigneteres Wetter.
Parallel dazu stimmt das Bauamt sich mit dem Denkmalamt zum finalen Bodenbelag vor dem Vereinsheim ab. Durch den abgesenkten Boden sind zudem bauliche Anpassungen an der Treppe erforderlich, die erst nach Abschluss der Bodenarbeiten umgesetzt werden können. Die Toilette im Vereinsheim wurde bereits saniert, allerdings können wir das Vereinsheim momentan nur eingeschränkt für interne Veranstaltungen nutzen – vor allem weil noch nach einer praktikablen Lösung für die Toilettentür gesucht wird.

An den vergangenen Wochenenden haben zahlreiche engagierte Vereinsmitglieder tatkräftig mit angepackt, um Backstube und Vereinsheim zu säubern und nutzbar zu machen. Wir sind hier sehr gut vorangekommen, haben aber auch noch einiges zu erledigen bis wir das Vereinsheim wieder vollständig nutzen können.